Pflegewiki

Die Unterstützungs­leistungen der Pflegeversicherung

Pflegegeld, Pflegesachleistungen, Pflegedienst, Kombinationsleistung oder zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel – die Unterstützungsleistungen in der Pflege sind vielfältig. Hier finden Sie die wichtigsten Fachbegriffe und unterschiedlichen Leistungen der sozialen Pflegeversicherung.

Die Begutachtung

Der Gutachter des Medizinischen Dienstes (MDK, bei den privaten Pflegeversicherungen Medicproof) kommt zu Ihnen nach Hause und prüft anhand eines Bewertungskatalogs Ihre Selbstständigkeit. Dazu nutzt der Gutachter ein Bewertungssystem mit insgesamt 6 Modulen. Dabei geht es um die Bewegung, soziale Teilhabe, Alltagsbewältigung, Selbstversorgung, die Kommunikationsfähigkeit und Verhaltensweisen. Die letzten beiden Punkte sind vor allem für Demenzpatienten wichtig.

Der Gutachter erfasst die für die Pflegebedürftigkeit wichtige Vorgeschichte (z. B. den Krankheitsverlauf). Anschließend schätzt er die Selbstständigkeit anhand von Punktwerten in den 6 Modulen ein. Daraus ergibt sich am Ende die Empfehlung für einen Pflegegrad. Zudem geben die Gutachter Empfehlungen für präventive oder Reha-Maßnahmen, zu Wohnumfeld verbessernden Maßnahmen und Hilfsmitteln. Zur Vorbereitung des Gutachtertermins können Sie das Pflegeprotokoll von Medicproof nutzen.

Gerne unterstützen unsere Pflegeberater Sie bei der Vorbereitung des Gutachtertermins und begleiten diesen natürlich auch.
Rufen Sie uns einfach an unter 0201 177848 0

Pflegegeld

Sie können einen Angehörigen alleine oder mit Unterstützung eines Pflegedienstes zu Hause versorgen. In diesem Fall zahlt die Pflegekasse Ihnen abhängig vom Pflegegrad des Pflegebedürftigen Pflegegeld. Wie Sie dieses einsetzen, entscheiden Sie gemeinsam mit dem Pflegebedürftigen. Sie können weitere Familienmitglieder einbinden, Betreuungskräfte einsetzen oder auch eine Haushaltshilfe beschäftigen. Und so hoch ist das Pflegegeld:

Pflegegrad 1: 0 Euro
Pflegegrad 2: 316 Euro
Pflegegrad 3: 545 Euro
Pflegegrad 4: 728 Euro
Pflegegrad 5: 901 Euro

Achtung: Wenn Sie nur Pflegegeld erhalten, müssen Sie halb- oder vierteljährlich (je nach Pflegegrad) einen sogenannten Beratungseinsatz abrufen. Dabei prüfen die Pflegeexperten, ob die Pflege sichergestellt und der Pflegebedürftige gut versorgt ist. Zudem kann er wertvolle Tipps für Ihre eigene Entlastung geben.

WDS.care ist eine zugelassene Beratungsstelle. Sie können einen Termin für Ihren nächsten Beratungseinsatz direkt mit unseren Pflegeexperten vereinbaren.
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Entlastungsbetrag

Jeden Monat stehen Ihnen als Pflegebedürftiger 125 Euro zur Verfügung, die Sie nutzen können, um Ihren Alltag zu organisieren oder den pflegenden Angehörige zu entlasten.

Den Betrag können Sie beispielsweise für die hauswirtschaftliche Versorgung, die Organisation des Alltags nutzen. Betreuungs- und Entlastungskräfte können Sie beim Ambulanten Pflegedienst finden. Teilweise bieten diese ihre Leistungen auch selbstständig an.

Unsere Pflegeberater unterstützen Sie gerne.
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Pflegedienst und Sachleistungen

Sie können, um Ihren Angehörigen zu Hause zu versorgen, die Unterstützung eines Ambulanten Pflegedienstes in Anspruch nehmen. Pflegedienste bieten Leistungen der Grundpflege, der hauswirtschaftlichen Versorgung sowie der Betreuung an. Die Pflegekasse oder -versicherung übernimmt die Kosten bis zu einem Höchstbetrag, der mit dem Pflegegrad ansteigt.

Pflegegrad 1: 0 Euro
Pflegegrad 2: 689 Euro
Pflegegrad 3: 1.298 Euro
Pflegegrad 4: 1.612 Euro
Pflegegrad 5: 1.995 Euro

Unsere Pflegeberater unterstützen Sie gerne bei der Auswahl des Ambulanten Pflegedienstes und der Zusammenstellung der Leistungen. Rufen sie uns einfach an und vereinbaren Sie einen Termin: 0201 177848 0.

Pflege im Heim

Sie haben für sich selbst oder einen Angehörigen entschieden, dass eine Versorgung zu Hause nicht möglich ist. Dann kann eine Stationäre Einrichtung eine Alternative sein. Die Pflegekasse oder -versicherung übernimmt einen Teil der Kosten der Pflegeheim-Unterbringung. Sie trägt in der Regel nicht die Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Investitionen. Diese müssen Sie selbst bezahlen. Je nach Pflegeheim sind die Kosten unterschiedlich hoch.

Unsere Pflegeberater unterstützen Sie gerne bei der Auswahl des passenden Heims und bei der Berechnung der Kosten.
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Kurzzeitpflege

Sie pflegen einen Angehörigen und benötigen eine Auszeit, weil Sie beispielsweise selbst ins Krankenhaus müssen oder aber auch Urlaub machen möchten? In diesen Fällen können Sie die Kurzzeitpflege nutzen. Pro Kalenderjahr kann der Pflegebedürftige maximal 8 Wochen in einer Kurzzeitpflegeeinrichtung wohnen und versorgt werden. Diese Regelung gilt für alle Pflegebedürftige, die mindestens Pflegegrad 2 haben. Die Pflegekasse oder -versicherung übernimmt Kosten von maximal 1612 Euro pro Jahr.

Das Pflegegeld erhalten Sie bis zu 8 Wochen zur Hälfte weiter. Zudem können Sie auch Beträge aus der Verhinderungspflege, die Sie noch nicht in Anspruch genommen haben, für die Kurzzeitpflege nutzen und so den Betrag aufstocken.

Gerne informieren und unterstützen unsere Pflegeberater Sie bei Fragen zur Kurzzeitpflege oder der Antragstellung bei Ihrer Pflegekasse.

Verhinderungspflege

Wenn Sie bereits seit mindestens 6 Monaten einen Angehörigen (mindestens Pflegegrad 2) versorgen, können Sie die Verhinderungspflege nutzen. Sowohl stundenweise, weil Sie beispielsweise einen Arzttermin wahrnehmen müssen, einem Hobby nachgehen oder auch tageweise. Pro Kalenderjahr stehen Ihnen 1.612 Euro für maximal 42 Tage zur Verfügung. Ihre Pflegekasse oder -versicherung zahlt das Pflegegeld bis zu 6 Wochen weiter. Sollte dieser Betrag oder die 42 Tage ausgeschöpft sein, können Sie auch die Hälfte des Betrags aus der Kurzzeitpflege – also 806 Euro – für die Verhinderungspflege einsetzen. Auch hier erhalten Sie das Pflegegeld zur Hälfte weiter.

Gerne informieren und unterstützen unsere Pflegeberater Sie bei Fragen zur Verhinderungspflege oder der Antragstellung bei Ihrer Pflegekasse. 

Tages- und Nachtpflege

Sie sind berufstätig und Ihr pflegebedürftiger Angehöriger kann tagsüber oder nachts nicht alleine zu Hause bleiben? Dann können Sie Angebote der Tages- oder Nachtpflege nutzen. Die Pflegekasse übernimmt Kosten der pflegebedingten Aufwendungen, Aufwendungen der sozialen Betreuung, notwendige Leistungen der medizinischen Behandlungspflege, die notwendige Beförderung des Pflegebedürftigen von der Wohnung zur Tagespflege und zurück. Das Pflegegeld erhalten Sie in voller Höhe weiter. Entsprechend des Pflegegrades zahlt die Pflegekasse oder -versicherung:

Pflegegrad 2 = 689 Euro
Pflegegrad 3 = 1.298 Euro
Pflegegrad 4 = 1.612 Euro
Pflegegrad 5 = 1.995 Euro

Gerne informieren und unterstützen unsere Pflegeberater Sie bei Fragen zur Tages- und Nachpflege, helfen bei der Angebotssuche oder der Antragstellung bei Ihrer Pflegekasse.

Entlastung für Pflegende

Um in der Pflegesituation Entlastung zu erfahren, haben Sie verschiedene Möglichkeiten. Sie können eine Haushaltshilfe aus dem Ausland beschäftigen, Betreuungsleistungen in Anspruch nehmen, Familienpflegezeit nutzen oder auch Kurzzeit- und Verhinderungspflege ausschöpfen. Über weitere Entlastungsmöglichkeiten und -leistungen informieren Sie unsere Pflegeberater gerne.

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Soziale Absicherung für Pflegende

Sie pflegen mehrmals wöchentlich Ihren Angehörigen? Dann zahlt die Pflegeversicherung des Pflegebedürftigen für Sie in die Rentenversicherung und die Arbeitslosenversicherung ein.

Einige Bedingungen müssen jedoch erfüllt sein:

Sie müssen
- für mindestens 10 Stunden pro Woche die Pflege übernehmen,
- die Pflege an mindestens zwei Tagen in der Woche erbringen,
- die Pflege ehrenamtlich leisten
- die eigene Berufstätigkeit auf höchstens 30 Stunden pro Woche beschränken.

Der Pflegebedürftige muss mindestens in Pflegegrad 2 eingestuft sein und von Ihnen zu Hause versorgt werden. So stehen Ihnen nach der Pflege Leistungen wie Arbeitslosengeld zu. Die geleistete Arbeit in der Pflege ist der Erwerbstätigkeit gleichgestellt. Weitere Informationen geben Ihnen unsere Pflegeberater. Wenn Sie weitere Fragen haben, rufen Sie uns einfach an. Unsere Pflegeberater informieren Sie zu allen Themen rund um die Pflege. Natürlich kostenfrei für Sie.

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Gut zu wissen


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